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JRK Kreiswettbewerb 2005 in Küllstedt

Etwa 160 Jugendliche aus den Jugendrotkreuz-Gruppen des Landkreises konnten am Wochenende ihr Können unter Beweis stellen. In 24 Gruppen traten sie am Samstag, 17.9.2005 gegeneinander an. Dazu kamen zahlreiche Schiedsrichter, Mimen, Helfer und nicht zu vergessen die Realistiker, die für täuschend echt geschminkte Verletzungen sorgen mussten.

Alles in allem tummelten sich Samstag 270 Personen in Küllstedt. Für die Mitarbeiter des DRK-Kreisverbandes bedeutete das einen großen logistischen Aufwand. Doch den leisten sie gern, denn sie wissen, wie wichtig solche Zusammenkünfte für die jungen Helfer sind. Ihr Rotkreuz-spezifisches Wissen wird hier unter Wettkampfbedingungen abgefragt, in kürzester Zeit müssen die Jugendlichen entscheiden, welche Maßnahmen sie einleiten würden. So wie im Ernstfall.

Genau diese Wettkampfbedingung ist es, die neue Motivation bringt. Im Gegensatz zu anderen Jugendverbänden wie der Feuerwehr, bei der das Wissen bei zahlreichen Wettkämpfen im Jahresverlauf auf dem Prüfstand steht, bleibt bei den jungen Rotkreuzhelfern die Ausbildung oft theoretisch. Für ein ausgedehntes Wettbewerbssystem fehle einfach das Geld, erklärt Florian Blacha. Er und die Mitstreiter in den Ortsgruppen sind deswegen bemüht, den Jugendlichen durch Ausflüge, Spiele und Gruppenunternehmungen den Spaß an der Ausbildung zu bewahren. Der Verantwortliche für Aus- und Fortbildung im DRK-Kreisverband weiß: Wenn wir den Mädchen und Jungen nur jede Woche zeigen würden, wie ein Verband angelegt wird, dann käme keiner mehr. Ronny Vogler, der JRK-Kreisleiter stimmt dem zu und unterstreicht, welchen Wert die Jugendausbildung hat. „Wir kleben hier nicht nur Pflaster. Als Jugendorganisation versuchen wir uns auch mit ernsthaften Themen kritisch auseinanderzusetzen.“ Die Jugendlichen an Themen wie Kinderarmut in Deutschland heranzuführen, sei nicht immer einfach. Doch beim JRK habe man sich das Ziel gesetzt, mehr als nur fachspezifisches Wissen zu vermitteln. Die Jugendlichen immer wieder zur Mitarbeit zu bewegen, ist das Hauptanliegen der Ausbilder und Gruppenleiter.

Denn die Mädchen und Jungen leisten wichtige ehrenamtliche Dienste. Ohne ihre Unterstützung wäre die Absicherung vieler Veranstaltungen nicht mehr gewährleistet. Sie sind vor Ort, schon für den Fall das etwas passiert, können Situationen besser einschätzen als Laien und leiten rettende Sofortmaßnahmen ein, bis der Notarzt vor Ort ist. Doch auch wenn es nicht um Leben und Tod geht, sind sie zur Stelle, sei es mit einem beruhigenden Wort oder einem echten Trostpflaster. Zirka 400 Jugendliche im Landkreis haben sich diesem Dienst verschrieben, besuchen regelmäßig die Übungsstunden in den 12 Ortsgruppen oder wirken an ihren Schulen im Sanitätsdienst mit. Dem DRK kommt dabei das niedrige Eintrittsalter von sechs Jahren zugute. Bis zum 27. Lebensjahr ist die Mitgliedschaft beitragsfrei. Einige bleiben dann ganz in diesem Feld, wählen Ausbildungen im Bereich von Medizin und Pflege oder bleiben dem DRK als ehrenamtliche Helfer treu. Damit wiederum bilden sie das Fundament für die Sanitätsbereitschaft im Eichsfeld, die vorwiegend durch ehrenamtliche Helfer gesichert wird. Was sie alle, vom Bambini-Helfer bis zum Sanitäter verbindet ist das gute Gefühl gebraucht zu werden, und den Mitmenschen in Notsituationen wirklich helfen zu können. Das sie nicht nur den Willen, sondern auch das Können mitbringen, im Notfall Hilfe leisten zu können, das wollen die Kinder und Jugendlichen am Samstag unter Beweis stellen.